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Begriff Definition
Teilemodell

Das Teilemodell ist ein Modell zu inneren Persönlichkeitsanteilen

Das NLP-Teile-Modell basiert auf Erfahrungen der Gestalttherapie Perls und der Familientherapie Satirs. Das Teilemodell beruht auf der Annahme, dass es in jedem Menschen unbewusste Teile gibt, die jeweils positive Ziele verfolgen und Verhalten auslösen. Teile haben dabei immer eine positive Absicht, auch wenn es ihnen nicht immer gelingt, dies in einem für den Menschen positiv ersichtlichen Verhalten auszudrücken. Jedes Verhalten hat daher eine Berechtigung, einen Sinn und ist stets positiv intendiert.

Im NLP geht man davon aus, das in jedem Menschen ganz unterschiedliche Teile „wohnen“. Im Teilemodell werden sie mit Wohlwollen wie Mieter in einem Mietshaus betrachtet. In einem solchen Haus kommen ganz unterschiedliche Bewohner mit ganz unterschiedlichen Verhaltensweisen zusammen. Wir sind die Vermieter und sobald wir beginnen uns um unser Haus zu kümmern, können wir entscheiden, wer im Haus wohnt, mit wem wir neue Mietverträge abschließen, wessen alte Verträge wir abändern und welche neue Vereinbarungen mit alten Mietern getroffen werden. Nur in ganz seltenen Fällen kann im Rahmen des Teile-Modells keine Vereinbarung mit einem Teil getroffen werden, was eine Entmietung notwendig werden lässt.

Ein Mensch ist umso glücklicher, je mehr seine Persönlichkeitsanteile in Harmonie miteinander leben. Ein Mensch fühlt sich zerrissen oder fremdbestimmt, wenn er starke nicht integrierbare oder im Konflikt stehende Teile in sich hat.
Test

Ein Test ist eine Überprüfung der Wirksamkeit einer Intervention

Im Coachingrahmen ist der Test der letzte und ein wichtiger Schritt. Der Coach überprüft, ob die Veränderungsarbeit erfolgreich ist, ob das Ziel des Coachings erfülllt ist oder ob gegebenfalls noch einmal nachgearbeitet werden wird. Im Test wird das erzielte Ergebnis angegriffen oder mit dem ursprünglichen Problemthema konfrontiert. Wenn der Zustand und Physiologie bei einem Angriff nicht positiv standhaft bleibt, war die Intervention nicht voll erfolgreich. Unter anderem kann mit der Skalenfrage überprüft werden, ob das Ziel des Coachings erreicht wurde. Sehr gut geeignet ist ebenfalls der Future Pace, der am Besten dreimal durchgeführt wird. Das Gehirn kann dann schneller lernen, unerheblich ob es sich um eine erlebte oder erfundene Kontrollsituation handelt.

Synonyme - testing
TIGER

TIGER umfasst Kriterien für ein wohlgeformtes Installieren von Ankern

TIGER ist ein Akronym für die fünf Kriterien für ein erfolgreiches Ankern: Timing, Intensität, Genauigkeit, Einzigartigkeit und Reinheit.

Timing bedeutet, dass der Anker zum richtigen Zeitpunkt  während des intensivsten Gefühls gesetzt wird. Dieser Moment ist kurz vor dem Maximum, wenn des Gefühl aber noch aufsteigt. Optimal sind ein Ankern ca. 2-3 Sekunden vor dem Höhepunkt. Der Höhepunkt kann anhand der Physiologie oder durch Befragung des Coachees herausgefunden werden.

Der zu ankernde Zustand soll ein starker Zustand in voller Intensität sein. Dazu ist  es wichtig, den Zustand möglichst umfassend assoziiert zu erleben.

Die Genauigkeit erinnert daran, dass ein Anker immer präzise an der gleichen Stelle gesetzt wird. Diese Stelle soll für den Coachee angenehm und nicht bereits von einem anderen Anker besetzt sein. Nur wenn der Anker in gleicher Weise reproduziert werden kann, kann er seine volle Wirkung entfalten und später leichter abgerufen werden.

Einzigartigkeit bedeutet, dass für jeden Anker ein individueller Platz gewählt wird, der noch nicht geankert ist. Der Ankerpunkt sollte immer an einer Stelle gewählt werden, die frei von anderen Reizüberlagerungen ist.

Reinheit erinnert daran, dass nur das Gefühl geankert wird, was auch geankert werden soll. Der Such- und Klärungsprozess, der zum Gefühl führt, ist irrelevant. Es wird einzig der reine Zustand geankert.
Timeline

Eine Timeline ist eine visuelle Repräsentation der Zeit und Aufreihung der eigenen biographischen Erinnerung an einem gedachten Zeitstrahl

Die Timeline ist eine visuelle, räumliche Metapher für den Lebensweg eines Menschen. Da wir Zeit nicht direkt wahrnehmen können, behilft man sich hier mit einer Projektion der Zeit im Raum. Die Timeline ist eine gedachte Linie, auf der aufeinanderfolgende Zeitpunkte aufgereiht sind. Je nach verwendetem Format oder Arbeitsweise werden auf der Timeline beispielsweise folgende Zeitpunkte geankert: Geburt, Vergangenheit, Gegenwart, einzelne Situationen, Zukunft.

Eine Timeline ist submodal kodiert; so kann sie gerade oder kurvig, dünn oder breit sein etc. Ihr Verlauf ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Interventionen mit einer Timeline sind besonders hilfreich, wenn Menschen Zugang zu ihren Ressourcen finden, eine attraktive Zukunft visualisieren und ihr Leben organisieren wollen. Die Timeline ist ein Modell, mit dem man eine größere Anzahl von Lernerfahrungen einer Person in kurzer Zeit verändern kann. Durch ein ressourcevolles Neuerleben vergangener oder zukünftiger Ereignnisse können grundlegende Veränderungen in der Persönlichkeit  bewirkt werden.

Im NLP werden drei Grundtypen der Zeitanordnung unterschieden.

  • Through Time: Die Timeline liegt gewöhnlich komplett außerhalb des Menschen. Sowohl Vergangenheit, Gegenwart als auch Zukunft liegen im Blickfeld. Erinnerungen sind normalerweise dissoziiert und können gut abgerufen werden. Diese Menschen sind sich der Zeit und der Dauer von Vorgängen bewusst, sie sind oftmals pünktliche und zeitplanende Menschen.
  • In Time: Die Timeline dieser Menschen geht durch sie hindurch, wobei gewöhnlich ein Teil der Zeit außerhalb ihres Sichtfeldes liegt und somit schwerer zugänglich ist. Ihre Erinnerungen sind assoziiert. Diese Menschen haben ein schlechteres Zeitgefühl, denn sie leben im Jetzt. 

  • Between Time: Eine Mischung aus In und Through Time. Die Timeline geht durch den Menschen hindurch (wie 'In Time'), allerdings ist die gesamte Timeline im Blickfeld (wie 'Through Time').
Die submodale Ausgestaltung der Timeline eines Menschen ist so unterschiedlich wie Menschen selbst unterschiedlich sind. Keine Timeline gleicht einer anderen, auch wenn manche sich ähneln. Werden die Submodalitäten einer Timeline geändert, kann das als klassische Submodalitätenarbeit Veränderungen auf der Persönlichkeitsebene und im Umgang der eigenen Lebenszeit führen.
 
Für die Coachingarbeit wird in der Regel eine sogenannte Arbeitstimeline abgebildet. Diese Zeitlinie am Boden funktioniert als räumlicher Ankerraum für unterschiedliche Ereignisse im Leben des Coachees. Sie entspricht einer geraden Linie, die der Coachee im Raum auslegt und mittels Bodenankern für sich beispielsweise Punkte für Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft bestimmen kann. In unterschiedlichen Interventionen kann er dann beim Übergehen der Timeline Informationen sammeln, Ressourcen finden, Ziele erreichen, Vergangenes ressourcevoll neu erleben und Probleme lösen. Die Arbeitstimeline wird u.a. in den Formaten Change History, Change Future, Kern- und Ursprungsressourcen, Re-Imprinting, Core-Transformation oder dem Ressource-Super-Charger eingesetzt. Eine Timelinie ist übrigens nicht fest skaliert und kann so im Coaching dem Maßstab des Klienten angepasst werden.
Synonyme - Arbeits-Timeline, timeline
TOTE-Modell

Das TOTE-Modell ist eine grundlegende Strategie im NLP und Basis für viele Strategien

TOTE steht für  das Akronym: Test - Operate - Test - Exit. Es ist eine grundlegende Feedbackschleife von Veränderungsarbeit und bildet die Grundstruktur aller Strategien zur Erreichung festgelegter Ziele. Das TOTE-Modell ist sehr gut dafür geeignet, Strategien auf deren Effizienz zu überprüfen.

Eigentlich fehlt bei diesem Akronym ergänzend das Z als erster Buchstabe, denn ohne eine Zielbestimmung ist das TOTE-Modell sinnlos. Das Ziel soll SMART wohlgeformt sein.

Im Einzelnen hat Tote folgende Struktur:

Man muss wissen, was man erreichen will (Ziel). Danach macht man einen Ist- zu Soll-Abgleich. Man nimmt den Unterschied zwischen dem wahr, was man erreichen möchte und dem, was im jetztigen Zustand gegeben ist (Test). Danach vollzieht man einen ersten Schritt, der einem dem Ziel näher bringen soll (Operate). Danach nimmt man erneut den Unterschied zwischen dem, was man erreichen möchte und dem, was ist, wahr (Test). Hat man das Ziel erreicht, verlässt man die Struktur (Exit). Ist dies noch nicht der Fall, geht man wieder einen Schritt zurück und macht einen zweiten ausführenden Schritt in Richtung Zielerreichung (Operate). Dies wiederholt man solange, bis man das Ziel erreicht und die Struktur verlässt (Exit). 

Trance

Trance ist ein Zustand veränderter Wahrnehmung, in dem man die Aufmerksamkeit nach innen richtet

In einer Trance nutzt man die Kraft des Unterbewussten, um Zugang zu unbewussten Ressourcen zu gewinnen. Hier spiegelt sich eine wichtige NLP-Grundannahme wieder: Veränderungen müssen nicht über das Bewusstsein laufen.

Trance ist nach Milton Erickson der Zustand, in dem Lernen und die Bereitschaft zur Veränderung am wahrscheinlichsten auftreten werden. Trance ist durchaus ein natürlicher Zustand, den jeder schon erlebt hat, zum Beispiel in der Meditation, während des Autofahrens oder in einem Tagtraum. Es ist ein unwillkürlicher, sehr fokussierter Zustand, bei dem die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist. Je stärker dies gelingt, umso weniger Aufmerksamkeit schenkt der Mensch der Außenwelt. Er lässt leichter geschehen, was geschieht.

Dabei gibt es zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein eine Vermittlerstation, den sogenannten kritischen Faktor. Er funktioniert wie ein Türsteher und bildet normalerweise eine undurchlässige Sperre zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Er bestimmt, welche Informationen und Elemente sich zwischen den beiden Anteilen austauschen. Wenn dieser Faktor abgelenkt oder umgangen wird, eröffnet es dem Menschen die Möglichkeit in die eigene Innenwelt einzutauchen, sich ein Stück weit besser kennen zu lernen und vielleicht wieder mit seiner Tiefenstruktur in Verbindung treten zu können.

Synonyme - trance
Tranceanzeichen

Tranceanzeichen sind von außen sichtbare Anzeichen für einen Trancezustand

Tranceanzeichen sind beispielsweise Augenflattern, schnelle Augenbewegungen, die Veränderung der Gesichtsfarbe, das tiefer Werden der Stimme, die Glättung von Stirnfalten und eine Veränderung der Atmung. Diese körperlichen Anzeichen können den Coachee irritieren, vielleicht kann es ihm im ersten Augenblick auch unbekannt und unbehaglich vorkommen, daher sollten auftretende Tranceanzeichen in die Trance miteingebaut werden.

Ein Beispiel kann sein: "An dem Flackern deiner Augen, an dem Entspannen deiner Gesichtsmuskeln kann ich sehen, dass du immer tiefer und tiefer entspannst...." Dies vermittelt dem Coachee, dass alle Zeichen in Ordnung sind und er weiter loslassen und geschehen lassen kann, was geschieht.

Tranceexduktion

Tranceexduktion ist die Ausleitung und Rückkehr aus einer Trance

Der Coach sollte eine Trance nicht abrupt beenden, sondern den Coachee langsam und allmählich zurück in die Außenwelt führen. Wenn die Tranceinduktion eine Phantasiereise war, der Coach dabei Ordnungszahlen oder Reihenfolgen genutzt hat, durchläuft der Coachee diese Induktion rückwärts. Es bietet sich als generelle Regel die Art der verwendeten Induktion als umgewandte Exduktion zu verwenden.

Ebenso bietet sich eine Exduktion KAV sehr gut an; dabei wird die Wahrnehmung des Coachees über die Sinneskanäle des Fühlens, Hörens und Sehens wieder auf die Außenwelt gerichtet.
Tranceinduktion

Tranceinduktion ist die Einleitung einer Trance

Es gibt vielfältige Tranceinduktionen, die nach dem Muster "Pacing - Leading" erfolgen. Die Tranceinduktion lenkt die Wahrnehmung zunächst von außen nach innen und die Trancevertiefung lenkt die Wahrnehmung dann von innen noch weiter nach innen. Als Tranceinduktionen können u.a. Entspannungsanweisungen, Metaphern, Reisen durch Landschaften oder den Körper sowie Fokussierungstechniken mit Zahlkombinationen genutzt werden.

Synonyme - induction

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