Meta-Modell

Suche nach Begriffen
Begriff Definition
Meta-Modell
Das Meta-Modell ist das erste Sprachmodell des NLP

Viele Menschen haben den Rapport zu sich selbst verloren, das Meta-Modell versucht die Verbindung zu ihrer Tiefenstruktur durch gezielte Fragen wiederherzustellen. Dabei handelt es sich um eine Reihe von präzisen Fragetechniken, die Sprachmuster identifizieren, die Bedeutungen von Mitteilungen verzerren, tilgen oder generalisieren. Unpräzise Ausdrucksweisen werden geklärt und kritisch überprüft und Sprachmuster selektiert, die einer Verbindung zwischen Oberflächenstruktur und Tiefenstruktur im Wege stehen. Durch gezielte Fragen nach der Bedeutung des Gesagten kann mithilfe des Meta-Modells diese Verbindung dann wieder hergestellt werden.

Unsere Sprache dient als Mittel, unseren Sinneserfahrungen Ausdruck zu verleihen. Dies tut sie mithilfe von Wörtern. Dabei kann die eigentliche Sinneserfahrung in der Tiefenstruktur verändert werden. Im engeren Sinne ist die Oberflächenstruktur der von einem Sprecher tatsächlich geäußerte Satz. Die Tiefenstruktur stellt die vollständige sprachliche Repräsentation der ursprünglichen Erfahrung dar. Im weiteren Sinne kann man Oberflächenstruktur als alles das begreifen, was wir von außen an jemanden wahrnehmen können, analog dazu ist die Tiefenstruktur sein gesamtes inneres Erleben.

Das Meta-Modell beschreibt Fragetechniken, die vom Allgemeinen und Unkonkreten zum Spezifischen führen und damit dem Coachee die Möglichkeit geben, sich wieder mit seinen Zielen oder Problemen zu verbinden und mit ihnen zu arbeiten. Durch die Meta-Modell-Fragen kann der Wahrnehmungsfilter gewechselt werden. Der Coach berücksichtigt in diesem Zusammenhang  drei Schritte: 1. Zuhören, 2. Nachbilden im eigenen Inneren - er macht sich von dem Gehörten sozusagen einen inneren Film und 3. Nachfragen, ob alle relevanten Informationen erwähnt sind und sinnvoll erscheinen oder ob Denkfehler oder Einschränkungen im Verstehen vorliegen.

Während des Prozesses gewinnt der Coach wichtige Informationen und kann den Cochee unterstützen, sich wieder mit seinem Erleben (Tiefenstruktur) zu verbinden. Dabei werden die folgenden drei Sprachmustergruppen aufgedeckt:
  1. Informationen gewinnen (Tilgungen): Der Sprecher lässt wichtige Aspekte aus. Hier geht es darum weitere Informationen zu gewinnen, um die getilgten Lücken zu schließen und es ist entscheidend, was wir tilgen. Tilgungen sind „die blinden Flecken unserer Wahrnehmung"* und schränken unser Denken und Handeln ein. Die Sprachmuster, die im Meta Modell aufgeckt werden müssen, um Informationen wieder sichtbar zu machen, sind: Einfache Tilgungen, Nominalisierungen, unspezifische Verben, fehlender Referenzindex, Vergleichstilgung.

  2. Einschränkungen im Modell des Sprechers (Verallgemeinerung/Generalisierung): Der Sprecher reduziert ein Beispiel, dass nun für eine ganze Gruppe von Erfahrungen repräsentativ sein soll. Ein erkanntes Muster wird wie eine Folie über künftige Erfahrungen gelegt. Ausnahmen sind nicht existent, das Einzelbeispiel ist repräsentativ für eine ganze Gruppe oder Klasse. Meta Modell Muster hier sind: Universalquantoren, Generalisierter Referensindex, Vorannahmen und Modaloperatoren der Nowendigkeit und der Unmöglichkeit. Dem Coach geht es darum, die Einschränkungen im Modell des Sprechers aufzudecken.

  3. Verzerrung/semantische Fehlgeformtheit: Hier gibt der Sprecher manchen Aspekten mehr Gewicht als anderen. Er hat seine Erfahrungen auf verschiedene Arten verändert, Informationen so verdreht, dass die Wahlmöglichkeiten eingeschränkt werden. Die Metamodellmuster hier sind  Ursache-Wirkung, Komplexe Äquivalenz, Gedankenlesen, verlorener Performativ.
Dem Metamodell liegen insbesondere zwei wichtige NLP-Grundannahmen zugrunde. Die Landkarte (Worte) ist nicht das Gebiet (Sinneserfahrung). Und Menschen besitzen bereits alle Ressourcen, die sie für eine Veränderung brauchen. Im Metamodell wird der Coachee durch das gezielte Nachfragen wieder mit seinem Inneren in Verbindung gebracht. Er hat alle Ressourcen, die er dafür benötigt, bereits in sich. Die gleiche Grundannahme wirkt ebenso kraftvoll im Milton-Modell, einer Umkehrung des Meta Modells. Durch die Verwendung einer kunstvoll vagen Sprache wird der Caochee hier indirekt und non-direktiv in Trance geführt und so auf ganze andere Weise mit seinem Erleben verbunden.
 
* Vgl. O´Connor: NLP - das Workbook, Freiburg, 2005, 4. Auflage, S. 162.
Synonyme: meta model

Unsere News für dich!

Hol dir unseren Newsletter mit Infos, Tipps, exklusiven Aktionen & Geschenken!


Hinweise zu Datenschutz, Widerruf und Analyse findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Kontakt

NLP-Zentrum Berlin
Uhlandstraße 85
10717 Berlin
Tel: 030 - 270 170 58
Mail: info@nlp-zentrum-berlin.de

NLP-Ausbildungen auf facebook

Qualitätssiegel

Bewertungen zu NLP-Zentrum Berlin Teilnehmerstimmern zum NLP-Zentrum Berlin