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Begriff Definition
Chaining Anchors
Chaining Anchors ist als eine Ankerkette eine Ankertechnik

Beim Chaining Anchors werden mehrere verschiedene Anker in aufeinander aufbauender Reihenfolge gesetzt, so dass beim Auslösen des ersten Ankers automatisch die gesamte Kette abläuft.  Der Chaining Anchors ist gut geeignet als Unterstützung, um Pläne oder Ziele zu verfolgen. Auch im Bereich der Motivation ist diese Ankertechnik sehr gut einsetzbar - beispielsweise, wenn jemand immer wieder auf halber Strecke aufgibt oder gar nicht erst anfängt.

Der Chaining Anchors entspricht einer mehrschrittigen Strategie auf ein gewünschtes Ziel hin. Durch die Verkettung sinnvoll aufeinanderfolgender Zwischenschritte wird eine Erfolgsstrategie installiert. Dies erlaubt es dem Coachee nach und nach ein Spektrum innerer Zustände zu durchlaufen. Der Chaining Anchors ist nicht zu verwechseln mit dem Stapelanker, bei dem die Ankerreize an der gleiche Stelle gesetzt/ausgelöst werden. Beim Chaining Anchors müssen die einzelnen Anker zunächst sauber voneinander getrennt installiert werden, damit später die gesamte Kette ablaufen kann.

Ablauf des Chaining Anchors

Zunächst ankert man die Anker, die man als Chaining Anchor verketten möchte. Es empfehlen sich drei bis fünf positive Anker(-situationen).

Beim Abfeuern der Anker fängt man mit Anker Nr. 1 an und feuert, sobald sich die Reaktion zeigt, Anker Nr. 2 ab.

Danach geht man wieder zurück zu Anker Nr. 1 und feuert diesen ab. Jetzt achtet man darauf, ob Reaktion von Anker Nr. 2 automatisch auftritt.

Sobald sie auftritt, feuert man Anker Nr. 3 ab. Feuert man jetzt wieder Anker Nr. 1 ab, sollten die Reaktion der Anker Nr. 2 und Nr. 3 ebenfalls auftreten.

Die Ankerkette wird in gleicher Weise vervollständigt bis ausreichend Ressourcen aufgebaut sind. Dabei ist es wichtig, dass die einzelnen Anker abgefeuert werden, wenn die jeweilige Reaktion noch nicht vollständig entwickelt ist, sondern noch im Zunehmen begriffen ist, wenn der jeweils folgende Anker abgefeuert wird.
Change Future
Der Change Future ist ein Timeline-Format zum ressourcevollen Erleben eines als unsicher empfunden künftigen Ereignisses

Der Change Future ist ein Visionsformat und in gewisser Weise, eine Art Change History in der Zukunft. Es dient der Veränderung der Vorstellung einer als unsicher erlebten Zukunft, und somit einer neuen Repräsentation eines zukünftigen Ereignisses. Für emotionale, wichtige Gespräche ist der Change Future ebenso gut geeignet, wie für Bewerbungsgespräche, Prüfungen oder berufliche Herausforderungen.

Die Schritte des Change Future mit Bodenankern:
  1. Arbeitstimeline definieren: Der Coachee bestimmt und prägt auf der Timeline die Bodenanker für den Gegenwartspunkt und das problematische Ereignis in der Zukunft.
  2. Fragestellung: Ist ein guter Ausgang vorstellbar? Falls ja, geht der Coachee hinter das Ereignis auf der Timeline auf den Zeitpunkt, wo das Ereignis gut ausgegangen ist. Falls nein, ist zunächst ein Ressourcenaufbau nötig.
  3. Der Coachee erlebt (VAK) den positiven Zustand und alles, was zu dem guten Ausgang beigetragen hat.
  4. Mit Blick in die Timeline-vergangenheit beschreibt der Coachee, welche Ressourcen (innen und außen) ihm geholfen haben? Was hat der Coachee alles gemacht hat, wie konnte es gut ausgehen? Man sammelt diese Erkenntnisse und Ressourcen.
  5. Der Coachee geht mit dem inneren positiven Zustand neben der Timeline (Meta) zum Gegenwartspunkt.
  6. Er durchläuft ressourcevoll die Timeline vom Gegenwartspunkt aus bis hinter das gut ausgegangene Ereignis. Der Coachee wird gefragt: Schau doch mal, was noch alles hinzugekommen ist, welche Ressourcen sind hinzugekommen? Auch diese Erkenntnisse und Ressourcen werden gesammelt.
  7. Dieser Prozess wird in mehreren Runden wiederholt.
  8. Der Coachee endet ressourcevoll in der Gegenwart und nimmt die Erkenntnisse der Timeline in sich auf.
  9. Test und Manifestation.
Change History
Der Change-History ist ein Timeline-Format zum ressourcevollen Neuerleben belastender Problemsituationen in der Vergangenheit

Der Change History ist ein Format zur Veränderung der Repräsentation eines vergangenen Erlebnisses durch ein neues, ressourcevolles Neuerlebens. Belastende Erfahrungen werden mithilfe geeigneter Ressourcen aufgelöst. Dabei wird nicht das Ereignis an sich geändert, sondern vielmehr das, was man daraus gelernt hat.

Es geht nicht darum, das negative Ereignis zu wiederholen, sondern das Ereignis erneut und ressorcevoll noch einmal zu erleben und neu zu bewerten. Im Mittelpunkt steht die internale Repräsentation dieser Vergangenheit und nicht das vermeintlich tatsächliche Ereignis. Repräsentationen sind veränderbar. Die Version wie es wirklich war soll in die Version wie es hätte sein können, wenn damals schon die Ressourcen zur Verfügung gestanden hätten, übergehen. Damit wird die Erfahrung zu einer Quelle des ressourcevollen Lernens.

Change History ist sehr gut geeignet für vergangene negative Erfahrungen, die einem in der Erinnerung immer noch schlechte Gefühle bereiten. Durch die Anreicherung mit Ressourcen und das erneute assoziierte Erleben werden die unangenehmen Erinnerungen neutralisiert. Change History ist auch ein Collapsing Anchors auf der Timeline.

Die Schritte des Change History mit Bodenankern:
  1. Arbeitstimeline definieren: Der Coachee bestimmt und prägt auf der Timeline sowohl den Gegenwartspunkt als auch den Problemereignis. Dabei soll er möglichst in der Dissoziation bleiben.
  2. Vor und hinter dem unangenehmen Ereignis gab es jeweils zwei Punkte, wo noch oder schon wieder alles in Ordnung war. Diese werden vom Coachee bestimmt und ebenfalls als Bodenanker ausgelegt (sogenannte Sandwichtechnik).
  3. Ressourcen finden und ankern: Gegebenenfalls werden Ressourcen auch gestapelt oder intensiviert. Ressourcen können auch erfragt werden: Was brauchst du, dass das kein Problem mehr ist?
  4. Der Coachee testet innerlich, ob diese Ressourcen für das Problem reichen werden? Falls nein, werden ggf. weitere Anker gestapelt.
  5. Der Coachee stellt sich mit den Ressourcen vor das Problemereignis und löst den Ressourcenanker aus.
  6. Er geht ressourcevoll durch das Problemerlebnis hindruch. Der Coachee geht mit den Ressourcen zuerst schneller durch das Problemerlebnis bis zu dem Punkt, an dem wieder alles in Ordnung ist. Der Coachee tritt von der Timeline runter und es wird ein Seperator gesetzt.
  7. Dieser Prozess wird mehrmals wiederholt. Der Coachee geht neben der Timeline wieder zurück an den Punkt vor dem Ereignis, der Resourcenanker wird erneut ausgelöst und Schritt 6 mehrmals wiederholt. Dabei geht er immer langsamer durch das Problemerlebnis, solange bis die Physiologie des Coachees ressourcevoll ist.
  8. Ressourcevoll bis zum Gegenwartspunkt gehen und neue Erkenntnisse integrieren.
  9. Test und Manifestation.
Chunking
Chunking ist das hoch-, runter- und seitswärts-Bewegen auf verschiedenen Bedeutungsebenen

Chunking (chunk bedeutet Brocken/Stück) ist eigentlich ein Begriff aus der Computersprache und bedeutet in Gruppen einzuteilen. Eine Gruppe besteht dabei aus Informationseinheiten (chunks) mit gemeinsamen Merkmalen.

Beim Chunking haben wir eine Einteilung in drei Gruppen: Chunk up, chunk down und chunk sideways. Indem wir von einer Ebene hoch, runter oder seitlich gehen, verändert sich die eigene Wahrnehmung. Dadurch wird die betrachtete Informationsmenge größer, oberflächlicher, abstrakter oder kleiner, präziser oder konkreter gestaltet. Das Chunking ist eine wichtige kreative Basistechnik und wird eingesetzt, um Ideen zu bekommen, Glaubenssätze zu ändern, Ressourcen zu finden, Ziele zu definieren und die positive Absicht herauszuarbeiten. Außerdem ist es eine wichtige Fähigkeit bei Lernprozessen.

Chunking hat viel damit zu tun, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Man kann dabei auf das Große und Ganze oder die Kleinigkeiten achten. Die Fähigkeit des Chunkens bedeutet seine Aufmerksamkeit zwischen Generalisierung und Detail, aber auch sich zwischen den logischen Ebenen bewegen zu können.

Die drei Arten des Chunkings sind:
  • chunk up (hochchunken): Hier bewegt man sich vom Spezifischen zum Allgemeinen, man beginnt bei den kleineren Bestandteilen und geht dann zu den größeren Teilen. Man verallgemeinert. Das chunk up ist der Spung in eine umfassendere, abstraktere Informationsebene.
  • chunk down (hinunterchunken): Dabei bewegt man sich vom Allgemeinen zum Spezifischen oder Besonderen. Man spezifiziert. Das chunk down ist der Sprung in eine spezifischere, konkretere Ebene.
  • chunk sideways: Hier geht es darum zu Vergleichen oder Analogien zu bilden, also weitere Beispiele auf derselben Informationsebene zu finden. Sideways chunken hat viel mit der freien Assoziation zu tun.
Sprachlich betrachtet chunken wir mit dem Meta-Modell hinunter, wenn wir nach speziellen Beispielen fragen. Mit dem Milton-Modell chunken wir sprachlich hinauf, hier bewegen wir uns vom Besonderen zum Allgemeinen. Und wenn wir Metaphern, Gleichnisse oder Analogien benutzen, vollziehen wir eine sprachliche Seitwärtsbewegung zu einer anderen Bedeutung auf der gleichen Ebene.
Circle of Excellence
Mit dem Circle of Excellence können Exzellenzzustände bewusst abrufbar gemacht werden

Das Format des Circle of Excellence ist ein Moment of Excellence, der zusätzlich mit einem Bodenanker verknüpft ist. Mit diesem Format kreiert der Coachee sich eine Stärke an seiner Seite, die ihn unterstützt und die er immer dabei hat. Für den Coachee wird ein Exzellenzmoment, ob er ihn selbst kennt oder aus verschiedenen Ressourcezuständen konstruiert, bewusst abrufbar. Das besondere an diesem Format ist das VAK-Ankern eines Ressourcenzustandes. Beim Ankern werden alle wichtigen Sinnessysteme miteinbezogen.

Mit dem Circle of Excellence kann man aber nicht nur einen Exzellenzmoment ankern, sondern auch einschränkende Erfahrungen verändern. Je nach Bedarf und Anforderung kann der Coachee sich unterschiedliche Circle of Excellence entwickeln. Oftmals ist aber bereits ein Circle of Excellenz so kraft- und machtvoll, dass er universell einsetzbar ist.

Ablauf des Circe of Excellence
  1. Ressourcenzustand wählen.
  2. Visueller Anker: Einen zum Ressourcenzustand passenden, attraktiven Kreis visualisieren und als Bodenposition ankern.
  3. Mit einer erwünschten, attraktiven Ressource den Kreis betreten, Ressource erleben und mit Kreis verbinden.
  4. Auditiver Anker: Außerhalb des Kreises ein unterstützendes Wort, ein Geräusch oder Satz finden.
  5. Mit dem Wort, dem Geräusch oder dem Satz den Kreis betreten und mit dem Kreis und der Ressource zusammen erleben und verbinden.
  6. Kinästhetischer Kreis: Außerhalb des Kreises eine unterstützende Geste finden
  7. Mit Geste den Kreis betreten. Die Ressource im Kreis mit dem Wort/Geräusch und der Geste erleben und verbinden.
  8. Integrieren des Circle of Excellence auf einem dem Coachee passende Weise.
  9. Test und Manifestation - Dieser Ressourcenkreis steht nun jederzeit zur Verfügung.
Coaching-Rahmen
Der Coaching-Rahmen ist ein 5-stufiger Rahmen für Coachings

Der Coachingrahmen besteht aus den Bausteinen Rapport, Thema und Ziel, Ökocheck, Intervention und Test und Manifestation. 

Jeder Einstieg in NLP-Veränderungsarbeit geschieht zunächst über die drei Parameter Rapport, Ziel, Ökologie (siehe Rapport, Ziel, Ökologie). Meist sind Zielklärung und Ökocheck schon ein Großteil der Intervention, werden so aber oftmals nicht wahrgenommen, da erst in den Formaten und Techniken der Handlungsaspekt stärker zum Tragen kommt. In der anschließenden Intervention wird dann das ausgewiesene NLP-Format angewendet. Der Coaching-Rahmen endet mit dem Schritt Test und Manifestation. Hier kann der Coach beispielsweise anhand der Skalenfrage überprüfen, ob das Ziel des Coachings erreicht wurde. Zur Manifestation eignen sich u.a. Future Pace, 72-Stunden-Vision, die Beschreibung des ersten Schrittes oder eine Hausaufgabe.
Collapsing Anchor

Der Collapsing Anchor ist eine Ankertechnik, bei der zwei Anker zu etwas kraftvollem Neuen verschmelzen

Der Collapsing Anchor ist eine Grundtechnik, um zwei Anker - meist einen Ressource- und einen Problemanker- miteinander zu vereinen. Dabei wird die stärkere Ressource in das Problem gebracht und dient als Befreier für eine versteckte Ressource hinter dem Problem.

Dieses Format basiert auf der Vorannahme, dass jeder Zustand, egal wie wir ihn auch bewerten, Ressourcen enthält. Beim Collapsing Anchor werden beide Anker gleichzeitig abgefeuert und verschmelzen miteinander. Dabei wird kein Anker überschrieben, gelöscht oder ausgetauscht, sondern vielmehr ein neues, intensives Gefühl, eine neue noch kraftvollere, energievolle Ressource erlebt. Dadurch entsteht ein Zustand, der meist noch besser ist als der Zustand des ersten Ressourcenankers.

Durch die gesetzten Bodenanker sieht der Coachee sein Thema bereits dissoziiert. Der Ressourcenaufbau ist entscheidend für den Erfolg des Collapsing Anchors, daher kann es gegebenenfalls hilfreich sein, Ressourcen zu stapeln. Der Coachee begibt sich nur kurz in den zu verändernden, ressourcenarmen Zustand und geht in der Meta-Position in den Suchprozess nach einer kraftvollen Ressource, mit der das Problem kein Problem mehr wäre. Begibt der Coachee sich dann erneut in den ressourcenarmen Zustand (Bodenanker) hat er eine starke Ressource an seiner Seite. Die gleichzeitige Aktivierung der Ressourcen beider Zustände eröffnet dann unbewusst neue Wahlmöglichkeiten. Die stärkere Ressource wird in das Problem gebracht und fließt bildlich gesprochen in das „Problem“ hinein, und kann so die Ressource hinter dem Problem freisetzen. Der positive Effekt ist, dass die Aktivierung des Problemankers zukünftig in den neuen Ressourcen State führt.

Collapsing Anchor ist sehr gut geeignet für polar erlebte Zustände, von denen der eine meist negativ bewertet wird, wie zum Beispiel bei Prüfungsängsten. Der Collapsing Anchor begegnet uns in vielen Formaten: Der Change History ist beispielsweise ein Collapsing Anchor auf der Timeline.

Ablauf des Collapsing Anchors:
  1. Problemanker setzen.
  2. Ressourcenanker setzen: Ein Zustand, indem das Problem nicht mehr als Problem empfunden wird.
  3. Testen, ob die geankerte Ressource ausreichen würde, um das Problemereignis neu erleben zu können. Gegebenenfalls werden die Ressourcen intensiviert und gestapelt bis sie ausreichen.
  4. Erst Ressourcenanker aktivieren, dann den Problemanker: Neuer Ressourcenzustand wird aktiviert.
  5. Test und Manifestation (beispielsweise Future Pace).

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