Die Change History ist ein Timeline-Format zum ressourcenvollen Neuerleben belastender Problemsituationen in der Vergangenheit.
Der Change History ist ein Format zur Veränderung der Repräsentation eines vergangenen Erlebnisses durch ein neues, ressourcenvolles Neuerleben. Belastende Erfahrungen werden mithilfe geeigneter Ressourcen aufgelöst. Dabei wird nicht das Ereignis an sich geändert, sondern vielmehr das, was man daraus gelernt hat.
Es geht nicht darum, das negative Ereignis zu wiederholen, sondern das Ereignis erneut und ressourcenvoll noch einmal zu erleben und neu zu bewerten. Im Mittelpunkt steht die internale Repräsentation dieser Vergangenheit und nicht das vermeintlich tatsächliche Ereignis. Repräsentationen sind veränderbar. Die Version, wie es wirklich war, soll in die Version, wie es hätte sein können, wenn damals schon die Ressourcen zur Verfügung gestanden hätten, übergehen. Damit wird die Erfahrung zu einer Quelle des ressourcenvollen Lernens.
Change History ist sehr gut geeignet für vergangene negative Erfahrungen, die einem in der Erinnerung immer noch schlechte Gefühle bereiten. Durch die Anreicherung mit Ressourcen und das erneute assoziierte Erleben werden die unangenehmen Erinnerungen neutralisiert. Change History ist auch ein Collapsing Anchor auf der Timeline.
Die Schritte der Change History mit Bodenankern:
- Arbeitstimeline definieren: Der Coachee bestimmt und prägt auf der Timeline sowohl den Gegenwartspunkt als auch das Problemereignis. Dabei soll er möglichst in der Dissoziation bleiben.
- Vor und hinter dem unangenehmen Ereignis gab es jeweils zwei Punkte, wo noch oder schon wieder alles in Ordnung war. Diese werden vom Coachee bestimmt und ebenfalls als Bodenanker ausgelegt (sogenannte Sandwichtechnik).
- Ressourcen finden und ankern: Gegebenenfalls werden Ressourcen auch gestapelt oder intensiviert. Ressourcen können auch erfragt werden: Was brauchst du, damit das kein Problem mehr ist?
- Der Coachee testet innerlich, ob diese Ressourcen für das Problem reichen werden. Falls nein, werden ggf. weitere Anker gestapelt.
- Der Coachee stellt sich mit den Ressourcen vor das Problemereignis und löst den Ressourcenanker aus.
- Er geht ressourcenvoll durch das Problemerlebnis hindurch. Der Coachee geht mit den Ressourcen zuerst schneller durch das Problemerlebnis bis zu dem Punkt, an dem wieder alles in Ordnung ist. Der Coachee tritt von der Timeline runter und es wird ein Separator gesetzt.
- Dieser Prozess wird mehrmals wiederholt. Der Coachee geht neben der Timeline wieder zurück an den Punkt vor dem Ereignis, der Ressourcenanker wird erneut ausgelöst und Schritt 6 mehrmals wiederholt. Dabei geht er immer langsamer durch das Problemerlebnis, so lange, bis die Physiologie des Coachees ressourcenreich ist.
- Ressourcenvoll bis zum Gegenwartspunkt gehen und neue Erkenntnisse integrieren.
- Test und Manifestation.





