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Begriff Definition
Rahmen

Ein Rahmen ist eine Perspektive und ein Fokus

Rahmen sind eine Art Regelwerk, in die etwas gestellt wird. Rahmen geben neue Perspektiven aus denen Etwas betrachtet wird. Wir setzen ständig Rahmen, denn alles, was wir wahrnehmen, nehmen wir in bestimmten Rahmen und Kontexten wahr. Wir setzen Alles in Bezug zu etwas Anderem.

Im NLP gibt es viele verschiedene Rahmen, zum Beispiel:

  • Lösungsrahmen, Zielrahmen, Ressourcenrahmen
  • Als-Ob-Rahmen: Stellvertreterrahmen, Experiment-Rahmen, Fee-Rahmen, Wunderfrage
  • Coaching-Rahmen
  • Übereinstimmungsrahmen und Yes Set
  • Zeitrahmen
  • Kontrastrahmen
    Relevanzrahmen
  • Preframing und Deframing
  • Reframing als Kontextrefraiming und Bedeutungsrefraiming
Synonyme - framing, nlp frames
Rapport
Rapport meint eine Beziehung, eine Verbindung und eine vertrauensvolle Übereinstimmung

Rapport ist das Fundament für jede vertrauensvolle Beziehung und das Herzstück des NLP und eine wichtige Säule in jedem Coaching. Rapport ist eine vertrauensvolle Verbindung. Es ist der natürliche Prozess des Sich-Einstellens auf eine andere Person. Dieser Prozess wird im Coaching bewusst unterstützt. Für gute Kommunikation ist Rapport von ausschlaggebender Bedeutung. Und auch im Coaching gilt der Satz "Rapport vor Intervention", denn ohne Rapport ist kein effektives Coaching möglich. Rapport ist durch gegenseitigen Respekt, Vertrauen und Wertschätzung gekennzeichnet. Rapport ist das wechselseitige Aufeinander-bezogen-sein. Beide Partner stimmen sich aufeinander ein, mit dem Ziel, bei dem Anderen auf seiner logischen Ebene VI (Zugehörigkeit) angesiedelt zu werden - anstatt auf Ebene I (Kontext). Rapport ist aber nicht nur Einfühlungsvermögen Anderen, sondern auch sich selbst gegenüber.

Dreifacher Rapport bedeutet im Einzelnen:

• Rapport (Verbindung) zu mir selbst: Wie kann ich da sein, ganz bei mir, offen und bereit sein? Das bedeutet, dass der Coach zuerst und vor Beginn des Coachings sich selbst in einen optimalen Zustand bringt und dann
• Rapport (Verbindung) zum Coachee aufbaut. Dies kann er beispielsweise durch BackTrack-Frame und Haltungsangleichung tun.
• Rapport des Coachees zu sich selbst: Es gilt den Coachee in dessen aktuellem Zustand abzuholen und ankommen zu lassen und ihm den Raum zu geben, aufnahmefähig und ressourcevoll arbeiten zu können. Möglicherweise auch durch einen bewusst gesetzten Separator.

Grundlage eines jeden Rapports ist die Haltung seines Kommunikationspartners gegenüber. Diese Haltung soll von Respekt, Wertschätzung und Verständnis getragen werden. Man hat eine gemeinsame Wellenlänge, steht in gutem Kontakt zueinander und vertraut sich gegenseitig. Rapport entsteht, wenn wir uns in die zweite Wahrnehmungsposition versetzen. Von hier aus können wir unser Gegenüber durch seine Sichtweise verstehen lernen. Der Ausdruck Rapport stammt ursprünglich aus der Hypnotherapie und bezeichnet auch hier die Beziehung und Verbindung zwischen Therapeut und dem Klienten.
Synonyme - Übereinstimmung
Re-Anchoring
Das Re-Anchoring ist eine Ankertechnik des Überschreibens einer bestehenden Ankerreaktion mit einer neuen Reaktion

Re-Anchoring heißt so viel wie umankern - eine bisherige Reaktion wird gelöscht bzw. überschrieben und der bestehende Anker mit einer neuen Reaktion verbunden; einem Reiz wird eine neue Reaktion zugeordnet. Beim Re-Anchoring durchläuft der Coachee drei Schritte. Zunächst wird das Thema geklärt. Welchem Reiz, der mit einer ganz bestimmten Reaktion verknüpft ist, soll eine neue Reaktion zugeschrieben werden? Der Coach klärt, welche Reaktion stattdessen erlebt werden soll und was dafür eine gute Ressource wäre. Im nächsten Schritt des Re-Anchoring wird der gewünschte Zustand durch eine VAKOG-Trance aufgebaut und der Coachee in einen sehr ressourcevollen Zustand versetzt. Dann wird der Reiz langsam mit allmählich steigender Tendenz eingeführt. Ganz wichtig ist dabei, dass der ressourcevolle Zustand die ganze Zeit aufrecht gehalten wird. Sobald der negative Reiz klar in die positive VAK-Trance des Ressource States gebracht wurde und das nichts mehr am Ressource State ändert, ist der Reiz umgeankert.

Ablauf des Re-Anchoring:

1. Der Reiz, die unerwünschte Reaktion und Emotion und die erwünschte Reaktion und Emotion werden geklärt.
2. Erwünschter Zustand wird mittels einer VAKOG-Trance aktiviert und geankert.
3. Während der erwünschte Zustand gehalten wird (ggf. mit Anker), wird der ursprüngliche Reiz eingeführt.
4. Test und Manifestation.
Synonyme - Umankern
Reframing
Ein Reframing ist ein Neurahmen, Uminterpretierung, etwas eine andere Bedeutung geben

Die Art wie ich auf ein „Problem“ schaue, beeinflusst die Interpretation davon und die Herangehensweise es zu lösen. Menschen leiden nicht unter einer Situation, sondern viel mehr unter der Bedeutung, der sie dieser Situation beimessen. Setzt man hier einen anderen Rahmen, ändert sich auch die zugeschriebene Bedeutung. Refraiming bedeutet also so viel wie Umdeuten. Es wird sozusagen die andere Seite der Medaille entdeckt.

Ändern wir den Bezugsrahmen einer Aussage, kann sich auch die Bedeutung der Ereignisse ändern und damit unserer Verhalten darauf. Die Aussage wird "neugerahmt"; dem Sachverhalt, dem Problem, der Situation ein neuer Rahmen gegeben und somit eine neue Bedeutung. Dieser neue Rahmen kann durch einen einzigen Satz aufgebaut werden. Es gibt zwei verschiedene Arten des Refraimings: Kontextreframing und Bedeutungsreframing. Das Refraiming ist eine NLP-Grundtechnik, da es grundsätzlich geeignet ist, negative Sichtweisen in neutrale und positive Betrachtungen zu verwandeln.

Im Refraiming spiegeln sich vier wichtige NLP-Grundannahmen wieder: „Wahlmöglichkeiten sind besser als keine Wahlmöglichkeiten“,„Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde“, „Die Landkarte ist nicht das Gebiet“ und „Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext nützlich.“.
Synonyme - Umrahmen
Relevanzrahmen
Im Relevanzrahmen wird die Relevanz eines Einwandes oder Beitrages in Bezug auf Thema oder Ziel hinterfragt

Bei dem Relevanzahmen geht es um die Aufmerksamkeitsfokussierung auf die relevanten und wichtigen Themen. Er dient dazu wieder auf den Punkt zu kommen, wenn in Meetings oder Coachings abgeschweift wird. In diesem Zusammenhang können Relevanzfragen dabei helfen, beim Thema zu bleiben:

• "Wofür ist das jetzt relevant?"
• "Und was war jetzt keine Frage?"
• "Worum geht es eigentlich?"
• "Inwieweit ist das für die Lösung der Aufgabe wichtig?"
• "Welche Bedeutung hat das genau für unser Thema?"

Diese Fragen sind Türöffner, um sich auf die wirklich wichtigen Themen und Fragen zu fokusieren.

Repräsentation
Eine Repräsentation ist die innere Vorstellung eines Ereignisses, Ziels, Problems, darstellbar durch die 5 Sinnesmodalitäten

Als Repräsentationssysteme werden die unterschiedlichen Kanäle bezeichnet, durch die Menschen mit Hilfe ihrer Sinne Informationen innerlich abbilden und mit denen das menschliche Gehirn auf unterschiedliche Weise Erinnerungen und Ideen präsentiert. Wir haben fünf Sinne, mit denen wir die Wirklichkeit abbilden und damit repräsentieren.

VAKOG ist das Akronym für unsere fünf Sinne: Visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch. Wir können Informationen in Form von Bildern, Tönen, Gefühlen, Gerüchen und Geschmack wahrnehmen, abspeichern und wieder abrufen. Unsere Repräsentationssysteme benutzen wir bei Allem, was wir tun, wenn wir uns erinnern, planen, phantasieren und Probleme lösen. Dies spiegelt sich auch in einer wichtigen NLP-Grundannahme wieder: "Alle Unterscheidungen, die Menschen auf ihre Umwelt und ihr Verhalten machen können, sind ausreichend durch die visuellen, auditiven, kinästhetischen, olfaktorischen und gustatorischen Sinne darstellbar."

Für den Coach ist es sinnvoll zu wissen, auf welches bevorzugte Repräsentationssystem der Coachee zurückgreift. Repräsentationssysteme können gepact werden und so mithelfen, Rapport aufzubauen, indem zum Beispiel der Coach auf eine Aussage oder Frage mit demselben Repräsentationssystem des Coachees reagiert. Die Bausteine der Repräsentationssysteme sind die Submodalitäten. Daher ist auch bei der Arbeit mit Submodalitäten das Wissen und Erkennen über die (bevorzugten) Repräsentationssysteme von großer Bedeutung. Und auch im Kontext Lernen dienen die bevorzugten Repräsentationssysteme als erste Hinweise für die Verwendung von effektiven Lernstrategien. Repräsentationssysteme stehen oft in Kombination mit weiteren Sinnen. Ganz besonders kraftvolle Ressouren können aktiviert werden, wenn alle Repräsentationskanäle angesprochen werden.
Synonyme - Innerliche Vorstellung
Ressourcen
Ressourcen umfassen den Bestand, Fundus, Inventar, Vorrat an dem, womit eine gewünschte Veränderung erzielt wird

NLP ist fokussiert und ressourcen- und lösungsorientiert. Das heißt, dass die Herausarbeitung der individuellen und persönlichen Stärken und Ressourcen ein entscheidender Punkt der Veränderungsarbeit ist. Dies spiegelt sich auch in einer wichtigen Grundannahme wieder: „Menschen verfügen bereits über alle Ressourcen, die sie zur Veränderung benötigen“. So findet sich die Arbeit mit Ressourcen in allen NLP-Formaten wieder. Dabei werden alle Verhaltensweisen als Ressourcen betrachtet, die Frage ist nur in welchem Kontext (vgl. Refraiming). Erkennen wir unsere Ressourcen und nehmen sie bewusst wahr, erweitert dies unsere Handlungsspielräume.

Wir finden Ressourcen auf allen logischen Ebenen, es gibt innere und äußere Ressourcen. Äußere Ressourcen sind beispielsweise andere Menschen, die Natur oder der Arbeitsplatz. Innere Ressourcen sind Fähigkeiten, Stärken, Talente, Eigenschaften usw..
Synonyme - ressource
Richard Bandler
Richard Bandler (*24.02.1950) entwickelte gemeinsam mit John Grinder das NLP. Später entwickelte er unter anderem drei weitere Veränderungsmodelle: Design Human Engineering (DHE), Shamanistic Engineering und Neuro Hypnotic Repatterning (NHR).
Robert Dilts
Robert Dilts (*21.03.1955) ist NLP Coach, Autor und Trainer. Er hat das NLP wesentlich mit und weiterentwickelt.

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