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Begriff Definition
Wahrnehmungspositionen

Die Wahrnehmungspositionen sind die bewusst oder unbewusst eingenommene Perspektive, aus der eine Situation erlebt wird

Die Wahrnehmungsposiition ist eine bewusst oder unbewusst eingenommene Perspektive, aus der eine Situation oder ein bestimmtes Erleben wahrgenommen wird. Es gibt vier mögliche Perspektiven, die eingenommen werden können. Dies sind die Wahrnehmungspositionen 

Die erste Position ist die Ich-Position: Gemeint ist das assoziierte Erleben aus der eigenen Position und den eigenen Augen.

Die zweite Position ist die Du-Position: In dieser Position nimmt man aus der Position eines Anderen eine Situation wahr. Man ist hier vom Selbst dissoziiert und mit dem Anderem assoziiert.

Die dritte Position ist die Beobachter- oder Meta-Position: Diese Position beschreibt die Außensicht. Aus dieser Position kann man sich selbst oder das Verhältnis zu anderen Beteiligten beobachten. In dieser Position wird zwischen der Beobachterposition und der Meta-Position unterschieden. Die Beobachter-Position ist die eines außenstehenden und wohlwollenden Beobachters und die Meta-Position ist die unbeteiligte Wahrnehmung aus einer größeren Entfernung.

Die vierte Position ist die Wir-Position. Es ist die Postion eines größeren Ganzen, einer WIR-Perspektive.  Wenn man beispielsweise glaubt, dass alle Menschen ein Teil des Universums oder Teil Gottes sind, so ist dies die Perspektive des Universums oder Gottes.
Werte

Werte sind übergeordnete Maßstäbe von Menschen und Vorstellungen über das Wünschbare

Werte geben uns Orientierung. Sie sind die Richtschnur nach der wir unser Handeln ausrichten. Werte sind daher ganz entscheidend für unsere Motivation, denn wenn wir Etwas wollen, weil es uns etwas “wert" und wichtig ist, richten wir unser Handeln darauf aus. Werte sind grundlegende Überzeugungen und Einstellungen zum Leben, die unser Denken und Handeln bestimmen. Überzeugungen geben unserem Tun Bedeutung. Unser Handeln resultiert aus unseren Werten. Überzeugungen und Werte bestimmen unser unser Leben, denn sie gestatten uns, bestimmte Handlungsweisen zu tun und verbieten andere. Es sind Antworten auf Fragen wie:
  • "Was ist mir in meinem Leben besonders wichtig?"
  • "Wofür lohnt es sich zu leben?"
  • "Wovon möchte ich mehr und intensiver erleben?"
  • "Was macht das Leben für mich lebenswert?"  
Werte dienen auch als Entscheidungseinenger: Klare, bewusste Werte vereinfachen unseren Entscheidungsprozess. Sie helfen uns, schneller Entscheidungen zu treffen.

Wir werden angezogen von dem, was unseren Werten entspricht und wir entscheiden uns für werterfüllende Verhaltensweisen. Es gibt einen Unterschied zwischen angestrebten und gelebten Werten. Was eine Person anstrebt, muss nicht deckungsgleich sein mit dem real gelebten Werten. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn zwei mehrere Werte in einem Konflikt gegeneinander gelebt werden möchten (bsp. Abenteuer vs. Sicherheit). Werte sind Glaubensstrukturen. Man glaubt, dass sie wahr und wichtig sind. Glaubenssätze sind auf einer höheren, neurologischen Ebene angesiedelt. Oftmals wird jeweils ein Wert durch viele ähnliche Glaubenssätze gestützt. Verändert sich einer dieser Glaubenssätze, so bleibt der Wert meist noch stabil. Verändert sich jedoch der Wert, kollabieren typischerweise alle damit einhergehenden Glaubenssätze.

Sprachlich werden Werte durch Normalisierungen und unspezifische Hauptwörter repräsentiert, die man nicht anfassen kann. Es handelt sich um sprachlich eingefrorene Prozesse, die  innerlich durch Submodalitäten repräsentiert werden und veränderbar sind. Werte sind auch kontextabhängig: Werte, die einem gestern sehr wichtig waren, können in einem oder 20 Jahren durch andere Werte ersetzt oder ergänzt werden.

Um sich seiner Werte bewusst zu werden, kann man eine Wertehierarchie erstellen oder einfach folgende Fragen ehrlich beantworten: Ein Leben ohne (einen beliebigen Wert XY), berührt dich diese Vorstellung? Falls ja, ist dies ist ein wichtiger Indikator für einen echten, starken Wert in deinem Leben. Denn Werte, die wirklich bedeutsam sind, berühren uns und wollen gelebt werden.
Synonyme - nlp value
Wertehierarchie
Die Wertehierarchie ist eine hierarchische Anordnung von Werten nach deren Wichtigkeit

Werte treten typischerweise in einer hierarchischen Struktur auf. Es gibt Werte, die einem wichtiger sind als andere und die dadurch eine stärkere Auswirkung auf das Verhalten bzw. getroffene Entscheidungen haben. Werte, die einem persönlich eher unwichtig (oder unwichtig) sind, erscheinen an unteren Ende einer Wertehierarchie.

Je genauer man seine wichtigsten Werte kennt und weiß, welche Werte für die eigene Lebensgestaltung von Bedeutung sind, kann man sein Verhalten effektiv auf diese Werte ausrichten und aktiv an einer optimalen Lebensgestaltung arbeiten.

Bei der Arbeit mit Wertehierarchien macht man sich, bezogen auf einen bestimmten Kontext oder ein bestimmtes Zeitfenster seine, seine wichtigsten Werte bewusst und ordnet diese nach deren persönlichen Wichtigkeit. In verschiedenen Kontexten verändert sich die Wertehierarchie. Eine Wertehierarchie kann deswegen auch nicht kontextfrei elizitiert werden.

Erstellung einer Wertehierarchie:

1.) Man legt den Kontext und ein Zeitfenster fest, für den man eine Wertehierachie erstellen möchte (bsp. Arbeit, Beziehung...).

2.) Man notiert mindestens 20 Werte. Diese schreibt man untereinander auf eine Arbeitsliste.

3.) Hierarchierung der Werte:

a) Als Erstes streicht man von den 20 Werten vier Werte aus, die es nicht unter die ersten fünf Werte schaffen werden.
b) Danach sortiert man die verbleibenden 16 Werte in einem paarweisen Vergleich:

Man nimmt den ersten und den zweiten Wert der Liste und fragt sich: "Was ist mir wichtiger: Der erste oder der zweite Wert? Worauf könnte ich eher verzichten?" Dann vergleicht man den Wichtigeren der Beiden mit dem dritten Wert der Liste. Und dann den wichtigeren Wert mit dem vierten Wert... bis man am Ende der Liste angekommen ist. Der Wert, der einem am wichtigsten ist, kommt nach oben auf eine neue Liste und wird in der Arbeitsliste gestrichen.

Nun macht man erneut den paarweisen Vergleich auf Deiner Arbeitsliste mit den verbleibenden 15 Werten. Dieser Vergleich wird unter Einbeziehung des wichtigsten Wertes der ersten Runde gemacht: Wenn ich den ersten wichtigen Wert in deinem Leben erfüllt habe, was ist mir dann wichtiger der erste oder der zweite Wert? Wenn ich den ersten wichtigen Wert in meinem Lebe habe, worauf könnte ich dann eher verzichten? Diesen Vergleich macht man bis man am Ende der Werteliste bist mit dem zweitwichtigsten Wert endet. Der Wert, der sich als zweitwichtigster herausgestellt hat, kommt an die zweite Stelle auf der separaten Liste und wird in der Arbeitsliste gestrichen.

c) Diesen Vergleich macht man so lange weiter, bis man auf der separaten Liste eine Wertehierarchie von mindestens fünf Werten hat. Der oberste Werte innerhalb der Wertehierarchie ist der dir wichtigste Wert.
Wunderfrage

Die Wunderfrage ist eine Fragetechnik aus der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie, Als-Ob-Rahmen

Die Wunderfrage geht auf Steve de Shazer zurück. Er hat sich damit beschäftigt, welche Fragetechniken in Therapiegesprächen den Klienten in Richtung einer Lösung und welche Fragen ihn weiter ins Problem führten. Ihn interessierte, welche Fragen Klienten in einen ressourcevollen Handlungszustand und welche ihn in einen erstarrten Zustand führten. Aus diesen Beobachtungen entstand die Formulierung der Wunderfrage, die Klienten in einen Lösungsrahmen führt. Sie ist mit dem Fee-Rahmen verwandt.

Die Wunderfrage präsentiert dem Klienten in einem Als-Ob-Rahmen die Möglichkeit, dass über Nacht ein Wunder geschehen und das zuvor existierende Problemm gelöst worden ist.

„Stell dir jetzt mal vor, dieses Wunder wäre geschehen, was wäre dann anders...?
Woher weißt du, dass das Wunder geschehen ist? Woran genau wirst du es erkennen?"

Die klare Fokussierung auf das Zielerleben, nachdem das Ziel erreicht ist, ermöglicht dem Klienten ein stark assoziiertes Erleben, das zur Ideenschmiede für einzelne Schritte zur Zielerreichung werden kann.

Der Klient muss sich nicht mit der Frage beschäftigen, wie er ein Problem lösen wird, sondern kann ganz und gar das Ziel erleben. Durch den Als-Ob-Rahmen werden zuvor bestehende "aber...-Einwände" (..aber es wird doch eh nicht klappen...) bereits im Vorfeld ausgehebelt und der Klient vielmehr in die Lage versetzt, den optimalen Zielzustand zu erleben.
Synonyme - miracle question

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