Was ist NLP?

Eine kleine Einführung ins NLP


Im Zentrum des NLP steht das innere Erleben eines Menschen und wie man dieses seinen Wünschen gemäß verändern kann. In den letzten 30 Jahren wurden dafür im NLP zahlreiche hoch effektive Techniken und Formate entwickelt. Allerdings ist NLP weit mehr als ein bloßer Werkzeugkasten für einfache Veränderung. NLP ist eine Haltung, mit der man der Welt gegenübertritt.
 

Auf die Frage „Was ist NLP?“ gibt es wohl fast so viele Antworten wie Menschen, die sich mit NLP beschäftigen. Allein Richard Bandler, der NLP vor etwa 30 Jahren gemeinsam mit John Grinder ins Leben gerufen hat, liefert mindestens 10 Antworten darauf.

Spannend ist, dass unsere Definition einer Sache in hohem Maße festlegt, welches Potenzial sie für uns hat. Und damit gleichzeitig, wie wir unsere Handlungsmöglichkeiten wahrnehmen und was wir schließlich damit anfangen werden.

Im übertragen Sinne gilt hier Ludwig Wittgensteins Satz: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“


Im Folgenden werden wir die Frage: „Was ist NLP?“ von vier Seiten beleuchten.

NLP ist die Veränderung subjektiven Erlebens

NLP ist dem Konstruktivismus zuzuordnen. Im NLP geht man davon aus, dass wir die Realität an sich nicht wahrnehmen können. Wir machen uns Abbilder von der Realität, basierend auf den sehr reduzierten Informationen, die wir über unsere Sinnesorgane von der Welt bekommen. Und mit diesen Abbildern bewegen wir uns in der Welt.

Leslie Cameron-Bandler formulierte den Nutzen davon einmal so:
„… dass Sprache nicht Erfahrung (Erleben), sondern vielmehr eine Repräsentation (Darstellung) der Erfahrung ist, wie eine Landkarte eine Darstellung eines Territoriums ist. Ich bin mir zwar sicher, dass Sie mit der Vorstellung, dass die Landkarte nicht das Gebiet ist, vertraut sind, doch ich frage mich, ob Sie sich vollkommen darüber im Klaren sind, dass wir als Menschen für immer und ewig nur die Landkarte und nicht das Territorium erleben. Für uns Therapeuten, die wir Leuten helfen, sich zu verändern, wirkt sich das zum Vorteil aus. Wir verändern nur Landkarten; d. h. wir verändern, wie die Leute die Welt subjektiv erleben, und nicht die Welt.“

Bereits Ende des 19ten Jahrhunderts schrieb Hans Vaihinger, dass wir leben ALS OB etwas wahr wäre. Wir erstellen andauernd Konstruktionen über uns und die Welt. Wir leben ALS OB wir dumm oder sehr schlau sind, ALS OB bestimmte Dinge möglich oder unmöglich sind usw. Es sind alles Konstruktionen und darauf kann man Einfluss nehmen. Oder anders gesagt: Damit kann man arbeiten. Und genau das macht NLP.

Richard Bandler formulierte es so: „NLP is the study of the structure of subjective experience and what can be calculated from it.“

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NLP bedeutet Neues zu Lernen

Doch kommen wir zum nächsten wichtigen Aspekt von NLP. Im NLP geht man davon aus, dass das Gehirn fortwährend lernt. Jede Veränderung ist Lernen. Unser Gehirn ist ein Lernorgan, es gibt nichts, was es lieber macht als lernen, Bedeutung geben und Zusammenhänge und Muster erkennen. Genau das nutzen wir im NLP. Nicht alles, was wir einmal gelernt haben, hilft uns heute, unsere Ziele zu erreichen. Und so geht es im NLP oft darum, Dinge neu zu lernen. Mehr nicht. Nur eben nicht nach Monaten oder Jahren Therapie, sondern in Minuten oder - in schwierigeren Fällen - in ein paar Stunden.
Und - ganz wichtig - umlernen muss nicht weh tun, wenn man weiß wie es geht!

„NLP is NOT Therapy (…) it is an educational tool.“ – John LaValle

NLP ist Modeling

Die Kerndisziplin im NLP ist das Modeling. Richard Bandler und John Grinder untersuchten zu Beginn der 70er Jahre die Vorgehensweisen herausragender Therapeuten. Das, was diese Therapeuten so erfolgreich machten, ohne es selbst zu wissen, wurde analysiert und beschrieben. So entstanden die ersten NLP Techniken und Formate. Eine praktische Gebrauchsanweisung, bestehend aus zahlreichen Sprach- und Prozessmustern für Veränderung. Das nannten dann viele den Werkzeugkasten für schnelle Veränderung.

"NLP is a user manual for your brain“ – Richard Bandler

NLP ist eine Haltung

Doch wichtiger als dieser Werkzeugkasten ist die Haltung dahinter. Viele Menschen glauben, wie gesagt, NLP sei lediglich solch ein Werkzeugkasten und übersehen damit das Wesentliche des NLP. Natürlich gibt es diese Werkzeuge (im NLP meist Formate genannt), aber sie sind nur ein Ergebnis, welches sich aus einer bestimmten Haltung und Methodik ergibt. Es steht eine Haltung dahinter, gegenüber sich selbst, den anderen und der Welt - aber auch gegenüber Zielen und Problemen. Diese Haltung wird ansatzweise durch die Grundannahmen des NLP beschrieben.

Diese Sichtweise spiegelt sich in folgender Aussage Bandlers wider: "NLP is an attitude and a methodology that leaves a trail of techniques behind."

Das heißt:

  1. NLP ist zunächst einmal eine Haltung, die geprägt ist von bestimmten Grundannahmen. Zu ihrem Kern gehören auch Eigenschaften wie Geschwindigkeit, Flexibilität, Neugier, die Freude am Lernen und Experimentieren.
  2. Darauf setzen im Grunde zwei Methodologien auf. Eine pragmatische lösungs- und ressourcenorientierte Methodologie und eben nicht, wie in weiten Teilen der Psychologie, eine Problemorientierung. Und die Meta-Methodologie des NLP, die Königsdisziplin, das Modeling (mehr dazu in einem der folgenden Artikel).
  3. Daraus sind im Laufe der Zeit eine Vielzahl an Techniken und Formaten oder Strategien entstanden. Das sind die sogenannten Werkzeuge im Veränderungs-Werkzeugkasten. Beispiele sind Rapport, Ankern, Re-Imprinting oder die Fast Phobia Cure.


Auch eine historische Betrachtung hilft bei der Frage „Was ist NLP?". Wie kam es eigentlich dazu, dass dieses Modell entstanden ist und wer hat dazu beigetragen? Das wird Thema des nächsten Artikels sein.

Bis heute ist NLP nicht „zu Ende entwickelt“. NLP ist ein offenes Modell. Wenn jemand etwas besonders gut kann, dann ist der NLP Ansatz, diese Fähigkeit zu untersuchen und in das eigene Repertoire zu übernehmen.

Und wie ist es bei dir? Was ist deine Definition von NLP und welche Erwartung hast du an NLP?



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