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Begriff Definition
Pacing

Pacing ist eine Verhaltenstechnik des Angleichens an den Gesprächspartner

Beim Pacen geht es darum zu seinem Gegenüber Kontakt herzustellen, mit ihm - analog zur englischen Übersetzung - im Gleichschritt zu gehen. Pacen ist eine Grundtechnik, um bewusst Rapport aufzubauen. Dabei passt man sich feinfühlig an bestimmte Verhaltensweisen eines anderen Menschen an und holt ihn physisch da ab, wo er sich gerade befindet. Dies geschieht durch Einstellen auf Wahrnehmung, Denken und Verhalten des Anderen und eröffnet einen Zugang zum Erleben des Gegenübers.

Pacing dient dazu eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre zu etablieren und/oder die Welt des Anderen zu verstehen. Pacing wird oft auch als Spiegeln bezeichnet, da sich der Coach an die non-verbalen Signale seines Coachees angleicht bzw. sie übernimmt. Der Coachee folgt ihm so in seine Welt. Pact und gleicht sich der Coach durch Sprechtempo, Tonlage oder Rhythmus an den Sprachstil seines Coachees an, bezeichnet man dies als Matching. Pacing ist eine Grundvoraussetzung für stabilen Rapport, um so letztlich einen anderen Menschen zu einem bestimmten Ziel hinzuführen (vgl. Leading).

Synonyme - Anpassen, Spiegeln
Parts Party

Die Parts Party ist ein Format der Teilearbeit zum Bewusstmachen innerer Konflikte

Die Parts-Party ist ein Gruppen-Format, für das mindestens 4-6 Teilnehmer benötigt werden. Dabei kommt es zur Begegnung des Coachees mit seinen inneren Teilen. Ziel der Party ist es, innere Konflikte bewusst zu machen und sie möglichst zu transformieren und die Beziehungen der Teile neu zu integrieren. Die inneren Teile sollen zu einer wechselseitigen Kooperation finden. Dabei wird auf das NLP-Teilemodell zurückgegriffen. Entwickelt wurde die Parts Party Mitte der 60er Jahre von Virginia Satir als therapeutisches Werkzeug.

Ablauf der Parts Party:

Eine Parts Party braucht:

  • Einen Gastgeber (die Person um die es geht)
  • Üblicherweise 4-6 Teile (Personen, die die inneren Teile des Gastgebers wiedergeben)
  • Einen Superviser (eine Person, die das Spiel überwacht und den Zustand des Gastgebers im Auge behält)
Ablauf der Parts Party:
  1. Der Gastgeber wählt Personen des öffentlichen Lebens aus, die ihm entweder sympathisch oder unsympathisch sind.
  2. Jedem Gast wird ein Adjektiv oder Eigenschaft zugeordnet, welches die Gefühle des Gastgebers dem einzelnen Gast gegenüber beschreibt.
  3. Die Gruppenmitglieder schlüpfen in die Rollen der Gäste und zwar so wie der Gastgeber sie sieht.
  4. Nach der Begrüßung interagieren die Gäste untereinander. Sie legen ihre Namen ab und werden ganz zu den ihnen zugeordneten Eigenschaften.
  5. Sie benennen jeweils ihre Absichten und Strategien zu ihrer Durchsetzung und geben an, was sie in der Situation bräuchten, um sich wohler zu fühlen.
  6. Transformation der Teile und ihre Integration.
Synonyme - Teilearbeit
Positionswechsel

Ein Positionswechsel ist ein bewusster Wechsel der Wahrnehmungspositionen

Es ist sinnvoll ein Problem aus verschiedenen Wahrnehmungspositionen betrachten zu können. Je klarer die einzelnen Positionen sind, desto mehr Informationen werden wir erhalten. Um eine Situation zu verstehen, müssen wir sie aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Die Wahrnehmungspositionen gehören zu den NLP-Grundlagen. Durch die verschiedenen Blickwinkel wird die Wahrnehmung erweitert und der Konflikt entschärft. Aus vielen verschiedenen Betrachtungsweisen wächst ein höheres Verständnis für beispielsweise eine konkrete Situation. Ein bewusster Wechsel der Wahrnehmungspositionen dient dem Erkenntnis- und Ressourcengewinn. 

Es gibt die erste Position. Unseren eigenen Blickwinkel, unsere eigene Wirklichkeit und Betrachtungsweise der Situation (vgl. Assoziation). Die zweite Position ist die Sicht einer anderen Person. Hier bin ich vom Selbst dissoziiert und mit dem Anderen assoziiert. Ich begebe mich in seine Position, um die Welt aus seiner Sicht zu verstehen, um so zu denken und wahrzunehmen, wie er es tut. Die zweite Position ist die Grundlage der Empathie und des Rapports. Die dritte Position ist die Position des unbeteiligten Beobachters, eines Außenstehenden (Dissoziation). Aus dieser Position kann ich mich selbst oder mein Verhältnis zu anderen Beteiligten beobachten. Hier verlasse ich sowohl meine Welt als auch die Welt des Anderen und trete gedanklich einen Schritt beiseite und betrachte beide Sichtweisen aus der Distanz, sodass die Beziehungen zwischen beiden Standpunkten erkannt werden können. Diese Position ist wichtig für einen Öko-Check meiner Ziele, denn auch hier muss ich mein Ziel, das ich erreichen möchte, mit größerem Abstand betrachten. Die vierte Position stellt das übergeordnete Ganze da. Glauben wir beispielsweise, dass wir alle Teil des Universums sind und diese transzendentale Perspektive einnehmen, befinden wir uns auf der vierten Wahrnehmungsposition. 
Positive Absicht

Eine positive Absicht liegt jedem Verhalten zugrunde

Das Unterstellen einer positiven Absicht ist eine Grundannahme des NLP. Hintergrund dieser Annahme ist es, dass ein Verhalten von der dahinterstehenden Absicht getrennt wahrgenommen wird. Diese Trennung erleichert einen distanzierten Blick auf negativ erlebte Verhaltensweisen. Durch diese Eröffnung von neuen Bedeutungsmöglichkeiten kann ein Verhalten, eine Aussage oder auch ein Erlebnis eine neue Bedeutungszuschreibung mit einem neuen Gefühlserleben erfahren.

Ist die positive Absicht nicht offensichtlich zu erkennen oder zu einschränkend, kommt man ihr durch ein Chunk Up von der Absicht auf eine dahinterliegende Absicht. Wie es bei Zielen dahinterliegende Metaziele gibt, gibt es bei positiven Absichten auch dahinterliegende Absichten.

Bei vielen Interventionen des NLP ist es das Ziel, neue Wege und Bedeutungszuschreibungen zu finden. Mit diesen neuen Zuschreibungen soll die positive Absicht adäquat und unter Berücksichtigung der inneren Ökologie verwirklicht werden, genau wie das zuvor bekannte und negative Verhalten unter Berücksichtigung der positiven Absicht verständlich wurde.

Synonyme - positive intention
Preframing
Ein Preframe ist ein Bedeutungsrahmen, um das Nachfolgende aufspannen

Preframing bedeutet soviel wie Einleitung und Vorankündigung. Ein Preframe ist ein Rahmen, der die Menschen in einen bestimmten Erwartungszustand versetzt. Wir setzen ständig Rahmen, denn alles, was wir wahrnehmen, nehmen wir in bestimmten Rahmen wahr. Wir setzen Alles in Bezug zu Etwas.

Wie sprechen wir Menschen an? Gestresst, hektisch oder freundlich? Schon dies ist ein Prefraiming und hat Einfluss auf die weitere Art der Kommunikation. Gerade wenn ich eine Kommunikation beginne, setzte ich durch meine Einleitung einen Rahmen. Ein Preframe kann genutzt werden, um Einwände vorweg zu nehmen oder bestimmte Geisteshaltungen zu initiieren.
Synonyme - Vorannahme

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