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Begriff Definition
Glaubenssätze
Glaubenssätze sind Generalisierungen über sich selbst und die Welt

Glaubenssätze oder Überzeugungen sind die Lebensregeln, an denen wir uns orientieren. Sie können entwickelt werden über sich selbst, über Mitmenschen oder über die Welt. Es sind Verallgemeinerungen, die auf eigenen Erfahrungen oder den Erfahrungen und Meinungen anderer basieren. Diese Erfahrungen werden generalisiert und wirken wie sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Es sind allgemeine Aussagen, Urteile, Vorannahmen, an die man persönlich glaubt. Glaubenssätze erklären uns die Spielregeln dieser Welt, da sie unsere Lebensregeln sind, verteidigen wir sie und stellen sie selten in Frage.

Glaubenssätze liefern uns Orientierung in der Welt, einen Halt im Leben und ein Gefühl der Sicherheit. Die Inhalte der Glaubenssätze beeinflussen unsere Wahrnehmung, unser Denken, unser Verhalten, unsere Fähigkeiten und unsere Empfindungen. Es sind Annahmen „mit einem Gefühl der Sicherheit“ (Anthony Robbins), die eine subjektive Wahrheit beschreiben. Wenn wir etwas glauben, codieren wir es in einer bestimmten Art und Weise über die Submodalitäten. Dazu haben wir unsere persönlichen Überzeugungsstrategien. Glaubenssätze, die in unserer Überzeugungsstrategie codiert sind, halten wir für wahr.  

Glaubenssätze können durch ein signifikant Emotionales Ereignis (SEE) in sogenannten Prägungssituationen  (imprints) geprägt werden. Sie manifestieren sich durch Wiederholungen. Wenn man immer wieder das Gleiche hört oder erlebt, leitet man daraus eine Regel ab oder Glaubenssätze werden von Autoritäten übernommen. Und Glaubenssätze pflanzen sich fort, sie reproduzieren sich und bilden Varianzen (Menetik). Ist der Nährboden gut vorbereitet, kann sich ein flüchtiger Gedanke wie ein Virus ausbreiten. Dabei gilt: "What the thinker thinks, the proover proves" (Robert Anton Wilson). Erfahrungen oder Gehörtes können sich so zu einem Glaubenssatz entwickeln, der durch andere Glaubenssätze und Erfahrungen in der Welt bewiesen wird. Auf diese Weise entstehen Assoziationsnetze von Glaubenssätzen und ein ganzes Glaubenssystem.
 
Nach Dilts sind Glaubenssätze "Verallgemeinerungen über

a) Ursachen/Zusammenhänge (Vergangenheit)
b) Bedeutung,(Gegenwart)
c) Grenzen und Möglichkeiten (Zukunft)

und zwar hinsichtlich:
  1. der Welt um uns herum,
  2. speziellen Verhaltensweisen
  3. Fähigkeiten
  4. unserer Identität" (Robert Dilts, 1992).
Synonyme - beliefs
Go First

Go First ist ein Vorangehen im Rapport

Go First hat im NLP mehrere Bedeutungen. Zum einen gibt das Go First eine Marschrichtung an: Der Coach geht vor und der Coachee folgt ihm. Wenn der Coach einen Klienten zum Beispiel in einen Zielzustand oder in eine Trance führen möchte, funktioniert dies am einfachsten, wenn der Coach vorangeht und der Coachee ihm (automatisch) folgt. Dies setzt einen guten Rapport voraus.

Go First erinnert uns als Coach aber auch daran authentisch zu sein. Nicht nur in der Interaktion mit dem Coachee geht der Coach voran, sondern auch in Sachen Formate, Techniken und Interventionen. Er sollte nur solche anbieten, von denen er überzeugt ist und deren Wirkung er selbst einmal erlebt hat. Dies wirkt authentisch und schafft Rapport. Steht der Coach nicht hinter dem angebotenen Format oder ist davon nur in Ansätzen überzeugt, werden sich die Möglichkeiten der Intervention wesentlich schwerer entfalten können.

Last but not least ist Go First aber auch eine Botschaft an den Coachee. Wenn ein Klient mit Veränderungswillen in das Coaching kommt, aber eigentlich möchte, dass die Veränderung in seinem Umfeld stattfindet, sich zum Beispiel der Partner, Arbeitskollegen oder Familienmitglieder ändern sollen, erinnert es den Coachee daran, dass nur wir uns selbst verändern können und niemals direkt andere Menschen. Doch diese Veränderungen können, wie kleine Stellschrauben in einem System, nachhaltige Veränderungen mit sich bringen. Die Veränderungen ziehen ihre Kreise, mal schneller, mal langsamer, mal kleiner, mal größer und der Coachee wird (und manchmal auch der Coach selbst) durch Go First daran erinnert, bei sich anzufangen.

Gregory Bateson

Gregory Bateson war Anthropologe, Systemtheoretiker, Kybernetiker, Philosoph und NLP-Vordenker
(09.05.1904-04.07.1980)

Gregory Bateson befasste sich intensiv mit vielen Wissenschaften. Als Anthropologe berührte er mit seiner Arbeit viele Bereiche wie die Ethnologie, Psychiatrie, Psychologie und Kybernetik. In den 20er und 30er Jahren beobachtete Bateson Menschen auf Bali und Neu Guinea. Danach war er an den ersten Entwicklungen der Kybernetik und der Informationstheorie beteiligt.

Zusammen mit Jay Haley, John Weakland und Paul Watzlawick entwickelte er die Vorläufer der Kurzzeittherapie. Und auch wenn er nie von Bandler und Grinder modelliert wurde, könnte man Bateson als stilles Modell des NLP bezeichnen. Seine Arbeiten, wie zum Beispiel die Schriften zur Weisheit vielfältiger Perspektiven, bilden eine grundlegende Basis des neurolinguistischen Programmierens.

In den 70er Jahren hatten Bandler und Grinder in Santa Cruz intensiven Kontakt mit Bateson. Sein Denken beeinflusste die beiden NLP-Gründer ganz besonders als sie Kommunikationsfertigkeiten modellierten. Bateson hatte entdeckt, dass Kommunikation redundant ist und aus verbalen und nonverbalen Parabotschaften besteht. Er war es auch der Bandler und Grinder den Tipp gab, sich einmal Milton H. Eriksons Arbeit genauer anzusehen und somit insgeheim verantwortlich für ein weiteres Modell im NLP wurde. Auch Robert Dilts Arbeit ist stark beeinflusst von Gregory Bateson. Dilts Logische Ebenen der Veränderung gehen auf Bateson zurück ebenso wie die vier Ebenen des Lernens, denen Dilts die 5. Ebene der Meisterschaft hinzufügte. Außerdem gilt Bateson als geistiger Vater des Konzepts der Wahrnehmungspositionen und des Öko-Checks.

Grundannahmen
Grundannahmen bestimmen das ethische Fundament und grundlegende Basis des NLP

Etwas salopp formuliert sind die NLP-Grundannahmen die Bibel des Neurolinguistischen Programmierens, sein Grundgesetz und Verhaltenskodex. Sie sind Grundlage und Basis aller Methoden, Prozesse und Modelle und liefern sowohl die ethische Richtschnur, als auch einen einheitlichen Verständigungsrahmen.

Die NLP-Grundannahmen spiegeln sich in der Haltung wieder und sind damit die Voraussetzung für jegliche Veränderungsarbeit: Um NLP zu verstehen, ist es wichtig die Grundannahmen zu verstehen. Um NLP erfolgreich anzuwenden, ist es wichtig, die Grundannahmen zu verinnerlichen. Einige wichtige Grundannahmen sind:

Modell der Welt
- Die Landkarte ist nicht das Gebiet.
- Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Modell der Welt.
- Das beste Modell ist das mit den meisten Wahlmöglichkeiten.

Das Modell des Menschen
- Menschen treffen innerhalb ihres Modells der Welt zu jedem Zeitpunkt die beste, ihnen mögliche Wahl aus den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und mit denen ihnen zur Verfügung stehenden Informationen.
- Es gibt keine schlechten Menschen, es gibt nur schlechte Zustände.
- Menschen verfügen bereits über alle Ressourcen, die sie brauchen, um die von ihnen angestrebten Veränderungen zu erreichen.

Verhalten
- Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde.
- Für jedes Verhalten gibt es mindestens einen Kontext, in dem es nützlich ist.
- Was ein Mensch erreich kann, kann prinzipiell jeder erreichen.
- Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, tue etwas anderes.

Kommunikation
- Es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback.
- Man kann nicht nicht kommunizieren.
- Jedes Verhalten ist Kommunikation.

Synonyme - Axiome

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